
Mehr drin als man denkt

Mehr drin als man denkt
Wenn es um Engineering-Präzision geht, kennen wir bei csi entwicklungstechnik keine Grenzen, schon gar keine Branchengrenzen. Was im Automotive-Umfeld unser tägliches Fundament ist – exakte Konstruktion, saubere Planerstellung, klare Toleranzführung und absolute Termintreue – gilt genauso bei für uns neue Industriezweige.
Ein aktuelles Beispiel: unsere Zusammenarbeit mit Max Bögl, einem der größten Bauunternehmen Deutschlands. Das Traditionsunternehmen aus Sengenthal beschäftigt über 7.000 Mitarbeitende und deckt ein breites technologisches Spektrum ab – vom Hoch- und Tiefbau über modulare Bauweisen bis hin zum eigenen Magnetschwebebahnsystem (TSB).
Das Unternehmen ist Deutschlands Marktführer bei der Herstellung, Lieferung und Errichtung von Hybridtürmen aktuell bis zu 199 Metern (Nabenhöhe). Nach Möglichkeit sitzt der Rotor der Windkraftanlagen noch deutlich weiter oben. Hintergrund ist: Je höher eine Windkraftanlage, desto höher auch der jährliche Stromertrag - alles basierend auf einem Turm aus Beton im unteren Bereich und Stahl weiter oben.
Genau hier setzt unser gemeinsames Projekt an: bei den Inneneinbauten der Hybridtürme.
Hybridtürme wirken auf den ersten Blick standardisiert. In der Realität gleicht jedoch kein Turm dem anderen.
Die Höhen variieren, die Geometrie verändert sich über die Länge – unten konisch, oben zylindrisch – und Kundenvorgaben betreffen selbst Details wie Aufzugstyp, Leiterkonfiguration oder Beleuchtung.
Für das Engineering bedeutet das:
Standardisierte Vorgaben gelten zwar – müssen aber für jeden einzelnen Turm präzise neu interpretiert und übertragen werden.
Was trivial klingt, ist in Wahrheit hochkomplex. Ein Beispiel:
Eine durchgehende Leiter – an der auch ein Aufzugskorb geführt wird – zieht sich über die gesamte Turmhöhe. Bei rund 30 cm Sprossenabstand bedeutet das unter anderem hunderte Sprossen, deren Positionen exakt zu Plattformen, Wandabständen und Verkabelung passen müssen.

csi entwicklungstechnik unterstützt Max Bögl in drei zentralen technischen Gewerken.
Wir übernehmen Konstruktion, Anpassung und Planerstellung für:
Dazu gehört auch das PLM-konforme Datenmanagement, damit alle Konstruktionen sauber dokumentiert, versioniert und für den Freigabeprozess vorbereitet sind.
Parallel arbeiten wir an der Elektroausstattung, darunter:
Elektrik und Mechanik werden dabei geometrisch abgestimmt, sodass Montierbarkeit, Erreichbarkeit und Kollisionsfreiheit jederzeit gewährleistet bleiben.
Neben dem Inneneinbau und der Elektroausstattung unterstützen wir inzwischen auch das Engineering an der Turm-Außenhülle.
Dabei übernehmen wir Aufgaben im datenbasierten Management der individuellen Tragstrukturen: Wir tauschen konstruktive Bauteile in den digitalen Modellen gezielt aus, passen relevante Parameter an und stellen sicher, dass alle Änderungen für die nachgelagerte Planerstellung konsistent und verlässlich abgebildet werden.

Alle von uns erstellten Planungsunterlagen werden von Max Bögl freigegeben und gehen anschließend direkt in die Produktion.
Dort entstehen vormontierte Module wie komplette Leiterabschnitte oder Montageplattformen. Diese werden anschließend zur Baustelle transportiert und mittels Kran eingehoben und verschraubt.
Das bedeutet:
Nichts darf vor Ort „noch angepasst“ werden.
Bohrbilder, Passungen, Toleranzen – alles muss in der Konstruktion und Planung stimmen.
Der Anspruch ist klar:
csi stellt sicher, dass Turminnenausbauten montierbar, sicher und präzise gefertigt werden können.
Mit jeder Menge Erfahrung und seinem breiten Leistungsumfang von Transport der einzelnen Komponenten bis hin zur Gesamtanlagenmontage kann Max Bögl anschließend die komplette Baudienstleitung umsetzen – und das weltweit.
Unsere Herkunft prägt uns
Genau diese Fähigkeiten übertragen wir in die Bauindustrie – und schaffen so einen messbaren Mehrwert.

Das Projekt ist ein Gemeinschaftswerk eines starken, multidisziplinären Teams aus Konstruktion und Elektrik/Elektronik, das seit Projektstart eng mit den Fachbereichen von Max Bögl zusammenarbeitet. Unsere Geschwindigkeit und Qualität werden geschätzt, und die Zusammenarbeit verläuft konstruktiv und zielorientiert.
Hybridtürme aus Beton und Stahl gehören mit zu den anspruchsvollsten Bauwerken der Energiewende.
Dass csi entwicklungstechnik hier einen echten Beitrag leisten kann, freut uns sehr und zeigt:
Engineering‑Präzision ist nicht an eine Branche gebunden.
Sie ist ein Prinzip – und genau dieses Prinzip leben wir.