AGILE TRANSFORMATION - EIN ERFOLGSREZEPT

Oder: Warum Scrum nicht reicht und man das Rezept auf die individuellen Geschmäcker anpassen sollte

 

 

Unserer Erfahrung nach werden Agile Transformationen in großen Organisationen meist leider so zubereitet:

 

3 TL      Bereichsfürstentum

100ml  Hochglanzfolien zu Frameworks (wir empfehlen hier z.B. SAFe)

50g       hippe Linkedin-Artikel (wie diesen hier)

500g    erstmal Jira einführen

250g    nebenbei nochmal Umorganisieren

20ml   Kommunikation (Aber nur die entrahmte Führungskräftesoße)

5kg      Festhalten an alten Prozessen

 

Das alles gibt man vorsichtig in eine Schüssel, damit es sich ja nicht vermischt.

Ab ins Projekt und mit genügend Druck und Erwartungshaltung Monitoring betreiben. Nach drei Monaten, wenn die Hälfte schon verbrannt ist, gibt man noch ordentlich Beraterzuckerguss darüber (zum Beispiel von uns ;-)).

 

Warum verlangen aktuell so viele Unternehmen nach „Agil“?

Aufgrund der sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen (Buzzword: VUCA-Welt) entscheidet sich das Management immer häufiger für eine agile Transformation als Antwort. Wie bei allen Management-Trends vorher, legt „Agil“ den Fokus auf bestimmte Aspekte der Zusammenarbeit, während es andere vernachlässigt. Konkret ist das die Prozessentschlackung, Fokus auf das Produkt und dessen Anforderungen und nicht zuletzt auf den produktiven, verbindlichen Austausch zwischen Mitarbeiter:innen. Das sind sehr wichtige Aspekte in großen Organisationen, die durch die vermeintliche „Professionalisierung der Prozesse“ immer mehr entmenschlichen.

Bei all den Veränderungen müssen die Schnittstellen zu den bestehenden Prozessen aber sorgsam analysiert und im Augen behalten werden. Genau hier kommen hybride Ansätze ins Spiel, um die positiven Aspekte agiler Frameworks sinnvoll mit der bestehenden Organisationsstruktur zu verweben.

 

Warum wir hybride Strukturen brauchen

Wir sind der Meinung, dass es zwingend nötig ist, sich die Arbeitsprozesse, die Führungs- und Unternehmenskultur und das Produkt genau anzusehen, bevor man blind neue Strukturen einführt. So helfen wir dabei, dass sich bewusst für ein individuelles Vorgehen entschieden wird – und das sind in unserem Umfeld häufig hybride Modelle. Diesen fehlt die Eleganz von reinen Frameworks, wie beispielsweise Scrum, das auf wenigen Seiten dargestellt werden kann. Dafür beziehen sie die spezifischen Anforderungen ideal ein. Unser Geheimrezept lautet hier: Die Struktur folgt der Funktion - Maßgeschneiderte Skalierung statt Standard-Frameworks, welche Komplexität nur kaschieren.

 

Warum wir Change-Management anbieten

Dass diese Veränderung ohne bewusste Steuerung keine Erfolgsgeschichte wird, muss allen Beteiligten klar sein.

Damit eine komplizierte Transformations-Torte gelingt, muss auch ein(e) Spitzenkonditor:in auf seine/ihre Erfahrung und ein bewährtes Rezept zurückgreifen – denn man kann keinen Zuckerguss auf den ungebackenen Teig gießen und mehr Hitze macht den Kuchen auch nicht schneller fertig, sondern verbrennt ihn nur.

Doch wie kann eine Großorganisation einen radikalen Change im laufenden Betrieb überhaupt verdauen?

 

Um den Erfolg der Veränderung zu erhöhen, ist das Commitment jedes Einzelnen entscheidend.
Genau hier setzt unser Change-Management an, in dem es die Menschen einbindet und überzeugt. Denn eine tatsächliche Performancesteigerung basiert zwar auf einem passenden Framework, kommt aber dennoch nur zustande, wenn die neue Art der Zusammenarbeit von allen Beteiligten getragen wird.

 

csi kann hier sowohl im Aufbau der Prozesse als auch in der Umsetzung des Change Prozesses unterstützen. Appetit bekommen oder Fragen an unsere Konditor:innen? Dann zögern Sie nicht mit uns in Kontakt zu treten! Wir freuen uns.

 

Darf es ein bisschen mehr sein? Dann einfach weiterlesen!

 

Gute Entscheidungen brauchen eine solide Informationsbasis

In Scrum entscheidet der Product Owner über das (Teil-)Produkt frei nach dem Motto „whatever deems the PO necessary“ und dazu moderiert er die Stakeholder. Was für Freizeitapps noch nach der schlagkräftigen Freiheit klingt, kann in stark reglementierten Industrie-Bereichen zu einem Problem werden. Wie soll ein einziger Mensch fundierte Entscheidungen treffen, die sich im Spannungsfeld zwischen Design, Fertigungstechnik, Accounting, Gesetzesnormen und Ergonomieanforderungen befinden?

Schlanke Reporting-Systeme können auch in agilen Systemen helfen Entscheidungen zu treffen. Liegen relevante Daten, sowie ein klarer Zielkorridor vor, ist es für Produkt Owner möglich ihr Teil-Produkt im Kontext des Gesamtsystems zu optimieren.

 

Agiles Mindset und Werte – Eingebettet in die Unternehmenskultur

Zurück zur einleitenden Frage: Warum will ich Agil oder Scrum einführen? Agil bedeutet für uns im Kern eine Orientierung an Werten und ein gemeinsames Mindset, dass das Handeln an diesen Werten ausrichtet.

In hochkomplexen Arbeitsprozessen sind die agilen Zeremonien nicht mehr durchgängig in der Lage die Anforderungen an Fokus und Transparenz zu erfüllen.
Wenn wir in solchen Organisationen hybride Arbeitsmodelle etablieren, müssen die gewünschten agilen Werte mit der vorhandenen Unternehmenskultur in Einklang gebracht werden. Die „Agilisierung“ einer Organisation ist nicht rein anhand von Hochglanzfolien und Prozessbeschreibungen umsetzbar. Geben die bereits etablierten, wertschöpfenden Prozesse einen gewissen Rahmen vor, gilt es die agilen Prozesse nahtlos einzubetten, um ein funktionales Gesamtsystem zu erschaffen. Hier dürfen keinesfalls konkurrierende Systeme zusammen geschaltet werden.

Skalierte Agilisierung ist ein umfassender Veränderungsprozess, der Arbeitsweisen, Tools aber vor allem die Menschen mit ihren Mindsets und der Unternehmenskultur umfasst.

 

CLEMENS HEILAND & FABIAN SCHULZE &
TOM TIELESCH & PHILIPP FUHRMANN

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