Ab- oder Zunehmen nach Lust und €/kg

Abnehmen mit System, oder Gewichtsoptimierung in Großorganisationen.

Erinnert ihr euch noch an eure Jugendtage, wo ihr stundenlang mit euren Freunden Autoquartett gespielt habt und wo es immer darum ging, die beste Zahl zu haben? Die meisten PS, den größten Hubraum, am schnellsten von Null auf 100? Dabei war nicht immer ganz klar, ob jetzt die größere oder die kleinere Zahl eigentlich die bessere ist.

Inzwischen kann ich immerhin sagen, was beim Gewicht gilt: weniger ist mehr! Aber wie wenig ist eigentlich mehr? Das ist die Kernfrage, um die es bei der Optimierung geht.

Es ist die Dialektik zwischen Rendite und Funktionserreichung. Man könnte sagen: so schwer wie möglich, so leicht wie nötig. Billige Wortspiele mal beiseite: Was notwendig ist, bestimmt das Projekt anhand der Kenngrößen wie CO2-Verbrauch, möglicher Beschleunigung und dem Vergleich zum Wettbewerb. Dann kommt es darauf an das Zielgewicht möglichst effizient zu erreichen. Es muss ja nicht gleich die Kohlefaser Frontklappe sein, wenn eine dünnere Fußmatte auch gereicht hätte. Und hier kommt die Rolle von uns ins Spiel.

Wir beginnen damit über eine Bottom-Up-Bewertung eine Bestandsanalyse zu machen. Also die Frage zu beantworten: Wie viel wiegen wir eigentlich momentan?

Wenn wir herausgefunden haben, wo wir stehen und wissen, wo es hingehen soll, können wir überlegen, welche Schritte uns am besten zum Ziel führen. Hierfür organisieren wir Workshops mit allen relevanten Prozesspartnern. Wir sammeln die Ergebnisse und bereiten sie auf. Mit dem richtigen Prämissen-Set können die notwendigen Entscheidungen anschließend einfach getroffen werden.

Hier gilt: Die Maßnahmen mit dem besten €/kg Verhältnis bekommen den Vorrang. Allerdings muss weiterhin die Wertigkeit betrachtet werden. Das beste €/kg Verhältnis hat nämlich vor allem das Bauteil, welches ganz entfällt. Falls es in dem Ablauf zu akutem Ideenmangel kommt, sind wir in der Lage, das Projekt mit neuen Ideen und Blickwinkeln zu unterstützen.

Nach getroffenen Entscheidungen werden die KPIs umgehend aktualisiert um 100%ige Transparenz in allen Projektphasen zu gewährleisten und so nachfolgende Schritte zu ermöglichen.

All diese Tätigkeiten laufen rollierend von der Konzeptphase bis zum SOP, um auf Marktänderungen und neue Anforderungen adäquat reagieren zu können. Hierbei ist vor allem die Zeitschiene der Bauteile relevant. Architekturrelevante Themen könne kurz vor SOP nicht mehr geändert werden.

So begleiten wir das Projekt über alle Phasen hinweg bis hin zur Homologation. Ziel ist natürlich, das Auto-Quartett dann in der Zielgröße Gewicht zu gewinnen.

Wenn ihr auch mal wieder was für euer Gewicht machen wollt, dann scheut euch nicht und gebt uns Bescheid. Gibt auch keinen Grund bis nach Weihnachten zu warten.

 

Tom Tielesch
Projektmanagement
munichcsi-onlinede


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